Ein freier Tag, ein freundlicher Link, die Bestätigung das die Kamera unterwegs ist und die Feststellung das alle zu lesenden Texte ziemlich langweilig sind, lassen mich dann doch zu dem Schluss kommen hier mal endlich anzufangen über Finnland zu schreiben. Fangen wir aber erstmal nur stichwortartig mit den ersten Eindrücken der ersten 20 Tage (aah, 20 Tage schon?) an:

Ja, Finnland ist teuer! Im Supermarkt liegen die Preise zwischen 10 Cent mehr und doppelt so teuer wie in Deutschland. Allerdings hab ich da noch kein System endecken können, welche Produkte warum deutlich teurer sind und welche nicht. Bananen liegen in etwa auf dem gleichen Niveau, Salzstangen gibt es hier aber nicht unter einem Euro. Schokolade bekommt man ausser einer Marke im Lidl auch selten unter einem Euro für 100g. Allerdings sind die nichtalkoholischen Getränke in den Bars und Kneipen abends überraschend günstig (selten mehr als zwei Euro für 0,3 Cola). Ein richtiger Halsabschneider ist hier aber der öffentliche Nahverkehr. Zum einen gibt es kein Semsterticket für Studenten, sondern nur 50% Rabatt auf den Normalpreis von 2 Euro und zum anderen muss man hier zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens zwei(!) Euro Nachtzuschlag zahlen, selbst mit einem Monatsticket. Das heißt ein netter Abend in der Innenstadt kostet also mindestens vier Euro allein für die Anfahrt. Der schlaue Mitleser denkt sich hier natürlich, dann bleibt man halt länger als 5Uhr weg. Jaha, nur leider machen hier alle Bars/Discos/Kneipen um 4 Uhr zu, da nach vier kein Alkohol mehr verkauft werden darf.

Wo wir auch schon beim nächsten Punkt wären, die Finnen lieben Alkohol. Ich habe selbst in diversen Ruhrpottbahnhöfen an Spieltagen selten soviele “kaputte” Menschen gesehen wie hier an einem normalen Wochenendabend. Allerdings bewegt sich das alles in einem sehr friedlichen Rahmen. So daß es nicht wirklich negativ auffällt.

Apropos negativ auffallen: Mit einem ca 40m hohen Schornstein mitten in der Innenstadt hat Tampere eher geringe Chancen auf den UNESCO-Weltkulturerbe-Status (Foto folgt).

Geringe Chancen (Gerhard Delling allez) bestehen im Moment auch auf mehr Text, da ich die anderen Themen Uni und Landschaft doch lieber in gesonderten Artikel unterbringen möchte.