quality tv

Kommen wir zuerst zur TV-Nachricht des Tages: Eine neue Staffel für Scrubs? Yay????? Irgendwie kriegt mit man von Sacred Heart und seinen Mitarbeitern ja nie genug, andereseits ist es vll. des Guten zuviel. Man erinnere sich an Friends und deren Staffeln acht und neun. Und wenn man zusätzlich bedenkt das Zach Braff nach Scrubs eigentlich Vollzeit-Kinoproduzent werden wollte, muss man sich auch ein wenig um die Besetzung Sorgen machen. Trotzdem aber ne gute Nachricht (via Alan)

And now the story of a wealthy family who lost everything, and the one son who had no choice but to keep them all together. It’s Arrested Development THE MOVIE????? Oh welch traumhafte, wundervolle und entzückende Idee!!!!

fu**ing matt and ben

Habe schon etwas überlegt, ob ich das hier überhaupt erwähne. Wirklich dran vorbei kommt man ja eigentlich nicht (in meinen Feeds kam es direkt neun-mal), aber zum einen ist es wirklich lustig und zum anderen zeigt es schon ein wenig die gewachsene Bedeutung von Internet/YouTube.

Also: Worum geht’s? Jimmy Kimmel beendet seine Late-Night-Show meistens(?) mit einem Seitenhieb Richtung Matt Damon: “Our apologies to Matt Damon, we ran out of time”. Das nahm Jimmy Kimmel’s Freundin Sarah Silverman zum Anlass sich ein kleines Spässchen mit Kimmel zu erlauben:

Während die Sendung wohl nicht zu den meistgesehenen Shows gehört, wurde das Video im Internet ein Hit. Kimmel wollte das daraufhin nicht so stehen lassen und produzierte eine mit Stars (Brad Pitt, Cameron Diaz, Robin Williams, Harrison Ford) gespickte Antwort:

Interessant finde ich daran vor allem, das es zeigt das manche Sendungen ihr Material darauf aufbauen können, das die Zuschauer dank YouTube o.ä. immer auf dem laufenden bleiben und so manche Runnings-Gags richtig intensiviert werden können. In der guten alten Zeit hätte man mit dem Video vermutlich nichts anfangen können, wenn man das erste Video verpasst hätte. Und wir hier in Deutschland hätten davon überhaupt nichts mitgekriegt.

bundesvision song contest

Ok, ganz schlechte Idee sich an einem recht müden Tag ein Raab-Event eine Raab-Veranstaltung angucken zu wollen. Aber das hätte ich mir eigentlich auch vorher denken können. *hmpf* Daher hab ich das alles auch nicht komplett mitbekommen und belasse es bei Stichpunkten:

- Endergebnis

- Subway to Sally gewinnt? Naja! Hätte schlimmer kommen können, aber wirklich mein Fall ist das nicht! Madsen, Jennifer Rostock und Clueso waren meine Favoriten!

- Allgemein viel Rock auf den vorderen Plätzen. Das hätte ich nicht gedacht. Positive Überraschung!

- Deutscher HipHop-Rap-Dancehall-oder wie man das nennt ist vll. nicht komplett unhörbar, aber definitiv unguckbar. Dieses Gepose (bei allen Teilnehmern dieser Musik-Richtung) ist ja unerträglich. Mit nem Motorrad auf die Bühne? Wen soll das bitte beeindrucken?

- Daher der letzte Platz absolut gerechtfertig, denn das war zusätzlich auch noch unhörbar. In meinen Augen hätten es auch gut 12 Punkte weniger sein können.

- Allerdings gab es auch im rockigen Bereich absolute Aussetzer: Peilomat. Alleine der Name reicht schon, aber mit dem Bassisten(?) in Frauenklamotten ging es dann doch noch schlimmer. Ausgelacht!

- Madsen gewinnen weiter meine Sympathien. Jetzt freu ich mich sogar richtig auf den 07.März.

- Wenn ich das richtig rausgehört hab, kamen viele “Nazis raus”-Rufe aus dem Publikum. Eigentlich unglaublich, aber sehr schön! Waren die Sportis dann wohl doch ein wenig erfolgreich!

- Ohne Karten wären (Johanna) Klum und Raab wohl nicht durch den Abend gekommen. Ganz schwach! Der Raab sollte in seinen Sendungen lieber Kandidat bleiben.

- Die Radiomoderatoren waren, trotz Warnungen im Vorfeld, nicht soo schlimm (Jedenfalls die handvoll die ich noch gesehen hab). Warum man aber unbedingt eine kreischende Masse hinter sich versammeln muss, ist mir nicht klar.

- Insgesamt leider nicht so unterhaltsam wie Schlag den Raab. Die Idee ist aber auch hier klasse und in geselliger Runde macht das Kandidaten auslachen wahrscheinlich auch mehr Spass ;)

Nachtrag: Und SpOn bleibt seiner boulevardesken Ausrichtung treu und formuliert “Der Osten putscht sich zum Sieg bei Stefan Raabs “Bundesvision Song Contest”.”, aber

old and boring

Ohje, ich glaub ich bin alt! 2 Nächte schlecht geschlafen (Dank an die Nachbarn!) und schon krieg ich nichts vernünftiges mehr auf die Beine und schlafwandle mich durch die Gegend.

Aber zu meinem Verwundern bietet das Fernsehen heute für so einen faulen Tag richtig gutes Programm. Seit 14 Uhr läuft im Hintergrund die Biathlon-WM, anschließend werd ich mir tatsächlich doch mal ein UEFA-Cup-Spiel der Bayern angucken und danach gibt es dann ebenfalls auf ProSieben seichte Unterhaltung in Form des Bundesvision Song Contest. Nachdem mich Stefan Raab mit Schlag den Raab schon sehr überrascht hat, bin ich gespannt was diese, ebenfalls gelobte, Show zu bieten hat.

awkward

Sollte sich jemand noch nicht unwohl gefühlt haben heute, kann er sich gerne Mitt Romney beim Wahlkampf in Florida angucken:

Auch sehr schön die Frage von Jon Stewart (“On a scale from one to incredible stupid, how incredible stupid ist it…”) in einem interessanten Interview zu möglichen Problemen (ja, die gibt es!) der Demokraten bei der richtigen Wahl im November:

Und wenn wir schon bei Jon Stewart sind. Hier zwei Videos die zeigen welche Klasse dieser Mann hat und wie sehr so jemand in Deutschland erwünscht wäre.

Jon Stewart bei Crossfire (“It’s not so much that it’s bad, as it’s hurting America”):

Jon Stewart im Interview mit dem konservativen Chris Matthews:

Und für alle die jetzt mehr wollen: Die komplette The Daily Show gibt es täglich unter: www.thedailyshow.com

P.S. Das ist keine Werbung, ich find Jon Stewart einfach nur genial ;)

on strike

Mal nicht die Lokführer, sondern viel interessanter: Die Drehbuchautoren in den USA. Da mein Feedreader mit Artikeln zu diesem Thema ziemlich überquillt sehe ich mich irgendwo gezwungen hier auch etwas dazu zu schreiben.

Also, worum geht´s? Wie eigentlich immer: Geld! Aus irgendeinem mir nicht verständlichen Grund, weigern sich die Produzenten die Autoren angemessen an DVD- und Internetverkäufen zu beteiligen. Wenn ihre Arbeit im Fernsehen ausgestrahlt wird, bekommen die Autoren Geld, wenn es im Internet gezeigt wird, bekommen sie nichts/fast nichts. Irgendwie merkwürdig! Findet auch Bob Harris. Aber zu sehr will ich jetzt nicht ins Detail gehen, denn im Sablog ist das alles eh schon sehr gut erklärt.

Aber neben der unterschiedlichen Bezahlung für unterschiedliche Medien ist ebenso merkwürdig, das die Produzenten/Studios/Networks sich auf diesen Streik einlassen. Marc Andreessen hat das sehr schon beschrieben: Die Zuschauerzahlen gehen immer weiter zurück, dank TiVo und co. wird das Fernsehen immer mehr zu unterschiedlichen Zeiten ohne (!) Werbung konsumiert, im Internet stehen im Prinzip alle Sendungen ohne Werbung wenige Stunden nach Austrahlung zum Download bereit und von allen anderen Unterhaltungsmedien (Buch (*schock*), DVD´s, Videospiele, etc.)  ganz zu schweigen. Und dann ist man bereit evtl. monatelang(?) auf neuen hochwertigen (Reality-Shows zählen nicht dazu) Inhalt zu verzichten? Ich weiß ja nicht. Aber man sieht an der Musikindustrie ja, das die Großkonzerne wohl eher nicht lernfähig sind.

Mich persönlich wird der Streik vermutlich nur aus einem Grund stören. Natürlich ist es schade ab Dezember auf How I Met Your Mother, My Name is Earl und die beiden Neulinge in meinem wöchentlichen Programm Pushing Daisies (ganz ganz groß) und Chuck zu verzichten, aber nunja… Noch gibt es viele ungesehene Serien! Was aber gar nicht geht ist, das Scrubs (!!!) möglicherweise kein richtiges Ende erhält. Laut latimes.com sind bislang nur 12 der finalen 18 Folgen abgedreht und bei dem derzeitigen Stand der Verhandlungen sieht es nicht so aus, als das der Streik innerhalb der nächsten Wochen beendet sein wird. Und das im Januar oder Februar nochmal die Produktion für Scrubs aufgeommen wird, bezweifle ich doch sehr stark :(

reality-tv

Nach 62 Folgen The Sopranos bringt dieses Interview nichts wirklich neues. Sowieso kann man sich die ganze Geschichte dank Tony und Co, ziemlich lebhaft vorstellen.

there ain´t no tony anymore?

Erstmal: The Sopranos ist wirklich eine der besten TV-Serien aller Zeiten. Und: Spoilers ahead!

Warum sie eine der besten TV-Serien ist kann ich eigentlich noch nicht genau sagen, denn ich habe wie bei meinem Six Feet Under-Sprint (ca. 4 Wochenenden für 63 Folgen) wieder den Fehler gemacht und die 85 Folgen in einem zu kurzem Zeitraum geschaut (ca. 7 Wochen). Da fehlt natürlich irgendwo das Verarbeiten einer Folge: weitere eigene Gedanken machen, nicht so offensichtliche Szenen entschlüsseln und Gedanken bzw. Erwartungen zu kommenden Folgen machen. Stattdessen ging es süchtig mit der nächsten Folge weiter (damn you DVD und Internet). Für The Wire nehme ich mir aber fest vor, mir mehr Zeit zu lassen.

Aber über das Ende muss man natürlich sprechen. Man wird sehen was sich als Erinnerung an die Serie mehr durchsetzen wird, die Qualität oder der 10-Sekunden “Black Out” vor den End-Credits. Weil ganz ehrlich, hätte ich die Serie die ganzen 8 Jahre (inkl. 21-monatigem Hiatus) mit Herzblut verfolgt, hätte ich David Chase wohl wirklich gerne gelyncht. Ich meine, wenn man sich die Reaktionen in den Blogs, Foren und Zeitungen anschaut und auch das der Webserver von HBO in die Knie gegangen ist, weil anscheinend alle dachten, das dies eine Störung sei, zeigt ja das hier etwas nicht erwartungskonform abgelaufen ist. Auch ich bin nochmal hochgeschreckt, weil mich diese Abruptheit, dieses so plötzliche Ende doch überrascht hatte, obwohl ich durch die lebhafte Diskussion im Netz und dementsprechen auch in meinem FeedReader etwas gespoilert war.

Allerdings, und das ist es was ich an diesem Ende so genial finde, nach ein paar Stunden nachdenken und nachlesen verfliegt der Ärger und man sieht ein wie großartig und vielschichtig dieses Ende ist. Zum einen weil es überhaupt eine Diskussion hervorbringt die weit über das übliche Gerede von gutem oder schlechtem Ende hinausgeht und zum anderen weil es sich sehr gut in die Andersartigkeit von The Sopranos hineinfügt [Stichwort: Paulie kommt in Gefängnis (zwischen Season 3 und 4), Bobby und Janice heiraten (Season 4 und 5), der Russe aus "Pine Barrens" (03x11) taucht nie mehr auf]. Und natürlich es auch nicht so das bei diesem Ende nichts aufgearbeitet wird, denn es findet irgendwie alles seinen Abschluss, mehr aber bei Alan Sepinwall.

Die eigentlich alles entscheidene Frage, die auch die ganze Empörung verständlicherweise auslöst, wird allerdings nicht geklärt, sondern eher provoziert. Ob Tony weiterhin der Boss in New Jersey ist oder wirklich tot, da bin ich mir noch nicht ganz sicher, vor allem weil ich es ihm nicht wünschen würde. Ich tendiere aber, unter anderem dank diesem großartigen Artikel von Bob Harris, zu einem frühzeitigen Ableben von Anthony Soprano.

Eine kurze Bemerkung zu den ganzen Theorien da draußen: Eine beliebter Punkt der immer wieder gerne herangezogen wird, ist die Musik (Journey – Don’t Stop believing). Die Vertreter der “Tony ist tot”-Fraktion nehmen es als Zeichen das das letzte Wort des Songs vor dem Ende “stop” ist. Allerdings wird das “stop” zu “don´t stop” verneint. Könnte also für ein Weiterleben von Toy sprechen. Dies mal als Beispiel für die Vielschichtigkeit des Finales.

last week in popculture

So, irgendwie nicht dazu gekommen letzte Woche etwas zu bloggen, also heute mal alles in einem Abwasch:

So wie letzte Woche angekündigt gab es diese Woche einiges zu sehen und zu hören und meine Meinung dazu möchte ich nicht vorenthalten. Begonnen hat die Popwoche am Mittwoch mit der Fluch der Karibik-Filmnacht. Und was soll man sagen? Sehr anstrengende Veranstaltung. Zu allerserst aber die Frage nach dem Sinn von OnlineTickets, wenn sie am Kino erstmal mit einer mehrseitigen Papier(!)-liste abgeglichen werden müssen. Und zu einer doch etwas überraschenden Feststellung kam ich ebenfalls noch vor Vorstellungsbeginn: Johnny Depp ist der absolute Frauenheld! Gefühlte 95% Frauen im Kino, hatte ich bei 8 Stunden Kino am Stück eher nicht erwartet ;). Zu den Filmen selber: Fluch der Karibik = Matrix. Der erste Teil ist und bleibt absolut grandios (Stimmung, Story, Tempo, Musik, Darsteller (Johnny!!)) und gehört zu meinen Lieblingsfilmen. Der zweite Teil hat zwar beim zweiten Ansehenetwas besser abgeschnitten, aberist dennoch weiterhin überladen (Wer will denn immer nur diese CGI-Monster sehen?). Der dritte Teil geht aber einfach gar nicht. Über weite Strecken einfach sinnlos: Überflüssige Charaktere (Jack Sparrow´s Vater), überflüssiges Gut-Böse-Gewechsel, Jack Sparrow in der Wüste, zu lang!!! Und auch dank des mangelenden Sauerstoffs und Klimanlage im Kino war der dritte Teil nicht wirklich erheiternd und zufriedenstellend. Bin doch enttäuscht nachts um 2 nach Hause gegangen.

Schön dann auch das mich der Sauerstoffentzug (Damn you, Cinestar Lübeck) den ganzen Donnerstag ausser Gefecht setzte. Aber man hatte ja noch je 2 Folgen Veronica Mars und Lost.

Das Serienfinale von Veronica Mars konnte überzeugen (Lilly! Duncan!), aber irgendwie war das Ende zwar schön (absolut perfekt passender Song), aber es fehlte doch der Serien-abschließende Touch. Da hat Rob Thomas wohl darauf spekuliert nochmal erneuert zu werden. Schade und Good-Bye Vroni!

Zu Lost wollte ich eigentlich etwas mehr schreiben, aber beim Überlegen auf welche  Aspekte des Finales ich eingehen will, sind mir schon wieder so viele Dinge durch den Kopf gegangen wie und warum das alles zusammen passen könnte bzw. warum eben nicht, das ich, um nicht Stunden zu schreiben, einfach gar nichts schreiben werde. 9 Monate Pause sind ja wohl genug, da wird sich der eine oder andere Tag schon noch opfern lassen.

Und zum Abschluss der Woche kam dann ja auch noch das neue Wir sind Helden Album auf den Markt und ich muss wirklich sagen: Super. Gefällt mir gut! Soundso mein Lieblingstitel zur Zeit!

next week in popculture

Welch eine vollgepackte Woche liegt vor uns.

Zum einen im Fernsehen: Die letzten beiden Folgen Veronica Mars am Dienstag abend. Allerdings sollen die Folgen nicht als Serienfinale konzipiert sein, so dass es ein runden Abschluss wie bei den Gilmore Girls wohl nicht geben wird. Sehr, sehr schade denn die Serie hätte etwas ganz besonderes zum Abschluss verdient.

Am Mittwoch folgt dann das absolute TV-Highlight der Woche: Staffelfinale von Lost. Die letzte Folge hat ja ordentlich Spannung für das Finale erzeugt. Showdown zwischen unseren Losties und den “Others”, eine mögliche Rettung, Charlie und die Frauen im “Looking Glass” und natürlich der in unzähligen Artikeln und Interviews angekündgte “Game Changer”. Und da Carlton Cuse und Damon Lindeloff zum Ende hin bislang immer überzeugt haben, erwarte ich auch nicht enttäuscht zu werden.

Vor dem Lost-Finale steht aber noch ein Kino-Highlight an: Der dritte Teil von Fluch der Karibik. Zum ersten Mal seit langem werde ich mir mal wieder eine Filmnacht gönnen. Den ersten Teil fand ich so großartig, den muss ich unbedingt nochmal im Kino sehen und den zweiten sollte man sich sowieso nochmal vorher angucken. Und nach dem absolut grandiosen Trailer für Fluch der Karibik 3 ist der dritte Teil natürlich auch Pflicht. Also warum nicht alle 3 zusammen?

Und den krönenden Abschluss dieser Woche bildet dann die Veröffentlichung des neuen Wir sind Helden – Albums “Soundso”. Die erste Single daraus “Endlich ein Grund zur Panik” hat mir sehr gut gefallen, musikalisch etwas unkonventionell und textlich mit Blick auf G8-Terror-”Befürchtungen” absolut zu dieser Zeit passend.